United Airlines: Die neue Kopfhörer-Pflicht, die Ihren Flug verändert (und warum Manchester United-Fans das lieben werden)
Gehören Sie auch zu den Leuten, die mitten im Flug Serien auf ihrem Tablet ohne Kopfhörer schauen und dabei die Explosionen ihres Lieblingsblockbusters der gesamten Kabine zumuten? Dann haben wir schlechte Neuigkeiten, falls Sie mit United Airlines fliegen: Die US-Fluggesellschaft denkt ernsthaft darüber nach, Sie des Fluges zu verweisen. Ja, richtig gelesen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man die Kabine in einen lauten Kinosaal verwandeln konnte. Ab jetzt wird das Tragen von Kopfhörern quasi zur Pflicht – bei Androhung des Rauswurfs.
Diese frisch bekannt gegebene Entscheidung macht bereits die Runde in den sozialen Netzwerken. Und ganz ehrlich, als Vielflieger kann ich nicht anders, als das für eine ausgezeichnete Nachricht zu halten. Immer mehr von uns wünschen sich einen ruhigen Flug, ohne von störendem Geplapper oder über Lautsprecher abgespielter Musik belästigt zu werden. Mit dieser Regel stellt United Airlines die Uhren richtig: Das Flugzeug ist ein gemeinschaftlich genutzter Raum, nicht Ihr privates Wohnzimmer.
Eine Regel des gesunden Menschenverstands – endlich durchgesetzt
Was besagt die neue Richtlinie von United Airlines konkret? Weigert sich ein Passagier, für die Nutzung von Inhalten auf seinem elektronischen Gerät Kopfhörer oder Ohrstöpsel zu verwenden, kann er nach einer Ermahnung durch das Personal von Bord verwiesen werden. Es geht hier nicht um eine simple Geldstrafe, sondern um eine radikale Maßnahme. Und vielleicht war genau das nötig, um alle in die Pflicht zu nehmen. Die Fluggesellschaft schließt sich damit einem allgemeinen Trend im Luftverkehr an: Null Toleranz für störendes Verhalten.
Ich erinnere mich an einen Flug von Paris nach New York, bei dem ein Typ drei Reihen hinter mir die gesamte Reise über eine französische Komödie ohne Kopfhörer geschaut hat. Ein Albtraum. Also ja, ich sage: Bravo, United Airlines. Und das ist noch nicht alles: Diese Neuerung zeigt auch, dass das Wort "United" (vereint) nicht nur eine Marke ist. Es ist eine Einstellung. An Bord sollen wir vereint sein in einer friedlichen Reise, nicht in einer allgemeinen Kakophonie.
Wenn der Fußball mitmischt
Apropos "United": Da denkt man natürlich sofort an die Fußball-Giganten, die diesen Namen tragen. Nehmen wir zum Beispiel den Manchester United Football Club. Seine Fans, die Red Devils, sind bekannt für ihre leidenschaftlichen Gesänge im Old Trafford. Aber in einem Flugzeug kann man sich kaum vorstellen, dass die Anhänger "Glory, Glory Man United" ohne Kopfhörer anstimmen! Die neue Regel der Fluglinie würde sie zwingen, ihre Klassiker im stillen Kämmerlein zu überarbeiten. Gleiches gilt für die eingefleischten Fans des Newcastle United Football Club oder des Leeds United Football Club: Ihre berühmten "Toon Army"- oder "Marching on Together"-Rufe müssen bis zur Landung warten, um aus voller Kehle geschmettert zu werden.
Diese Namensgleichheit ist amüsant, unterstreicht aber auch einen gemeinsamen Wert: die Solidarität. An Bord eines United Airlines-Fluges bedeutet Solidarität, die anderen zu respektieren. Und wenn die Fans der genannten Vereine lernen können, ihre Begeisterung für die Dauer einer Reise zu zügeln, dann profitieren alle davon.
Und was ist mit der amerikanischen Post?
Ein weiterer berühmter "United"-Vertreter: der United States Postal Service. Der amerikanische Postdienst liefert täglich Millionen von Paketen und Briefen aus, mit einer Zuverlässigkeit, die Respekt einflößt. Auch er verkörpert diese Idee der Verbindung, der Verbindung zwischen den Menschen. Im Flugzeug schafft der Kopfhörer eine paradoxe Verbindung: Er isoliert uns, um uns besser mit unserer eigenen Welt zu verbinden, und bewahrt gleichzeitig die kollektive Ruhe. Es ist ein bisschen wie ein Brief, den man diskret öffnet, ohne den Nachbarn zu stören.
Was sich für Sie konkret ändert
Wenn Sie in den nächsten Monaten eine Reise mit United Airlines planen, sollten Sie Folgendes beachten:
- Kopfhörerpflicht für sämtliche Audio- oder Videoinhalte, die Sie auf Ihren persönlichen Geräten (Smartphone, Tablet, Laptop) abspielen.
- Erste Verwarnung: Ein Flugbegleiter wird Sie ermahnen, falls Sie gegen die Regel verstoßen.
- Wiederholungstäter oder Weigerung: Sie können aufgefordert werden, das Flugzeug zu verlassen, sogar noch vor dem Start.
- Die von der Fluggesellschaft bereitgestellten Kopfhörer (oft in der Economy Class kostenlos) tun es auch, aber Sie können natürlich gerne Ihre eigenen, bequemeren mitbringen.
Diese Maßnahme betrifft alle Flüge, einschließlich Langstrecken. Es wird also höchste Zeit, in ein gutes Paar Ohrhörer zu investieren, falls Sie das nicht schon getan haben. Musik- und Podcast-Liebhaber werden begeistert sein, alle anderen müssen sich wohl oder übel daran gewöhnen.
Ein frischer Wind am Himmel
Über die reine Hausordnung hinaus könnte diese Entscheidung von United Airlines durchaus Schule machen. Andere Fluggesellschaften, insbesondere europäische, beobachten die Erfahrungen genau. In Frankreich, wo Höflichkeit eine nationale Tugend ist, könnte man sich eine ähnliche Regel bei Air France vorstellen. Schließlich sind wir das Land der "Savoir-vivre", und Reisen ohne Kopfhörer ist ein bisschen so, als würde man in einem Ruheabteil des TGV zu laut sprechen: Das gehört sich einfach nicht.
Also, denken Sie beim nächsten Boarding eines United Airlines-Fluges daran: Der wahre "United"-Geist basiert auf gegenseitigem Respekt. Und falls Sie im Flugzeug einem Fan von Manchester United oder Newcastle United begegnen, zwinkern Sie ihm verschwörerisch zu. Aber pst: Mit seinem Kopfhörer wird er Sie wahrscheinlich nicht hören.