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SNB belässt Leitzins bei 0%: Was der stabile Franken für die Schweiz bedeutet

Wirtschaft ✍️ Claudia Meier 🕒 2026-03-19 15:18 🔥 Aufrufe: 1

Es war die erwartete Entscheidung, und doch sorgt sie jedes Mal für Gesprächsstoff: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lässt den Leitzins unverändert bei null Prozent. In ihrer gestrigen Sitzung in Bern bekräftigten die Währungshüter ihren Kurs und signalisierten gleichzeitig, dass man die Entwicklung des Frankens genau im Auge behalten werde. Für viele ein klares Zeichen: Die starke Währung bleibt ein Thema, und die SNB ist bereit, wenn nötig, gegenzusteuern.

Schweizerische Nationalbank in Bern

Ein Leitzins wie ein Fels in der Brandung

Null Prozent – das klingt unspektakulär, ist aber in der aktuellen globalen Gemengelage alles andere als selbstverständlich. Während andere Notenbanken mit Inflationsraten und Zinsschritten kämpfen, bleibt die SNB ihrer Linie treu. Thomas Jordan, der Präsident des Direktoriums, betonte gestern, dass der Schweizerischen Nationalbank die Preisstabilität oberstes Gebot sei. Und die ist bekanntlich empfindlich: Ein zu starker Franken verteuert die Exporte und bremst die Konjunktur. Deshalb lauert die SNB am Devisenmarkt – bereit zu intervenieren, falls der Druck zu gross wird.

Frankenstärke: Die Dauerbaustelle

Was bedeutet das für uns? Wer in die Ferien fliegt, freut sich über den starken Franken. Ob Citytrip mit Brussels Airlines nach Brüssel oder Shoppingwochenende in Mailand – das Geld reicht weiter als noch vor ein paar Jahren. Doch für die exportorientierte Industrie ist die Aufwertung ein permanenter Wettbewerbsnachteil. Die SNB versucht hier zu balancieren: Sie will den Franken nicht künstlich schwächen, aber seine Rolle als sicherer Hafen eindämmen. Ein Drahtseilakt, der bisher erstaunlich gut gelingt.

Von Nullzins bis Snowboarden – die andere Seite der Medaille

Während die Finanzwelt auf jedes Wort aus der Notenbank lauscht, lebt das Land sein ganz eigenes Leben. Nehmen wir den Sport: Die Skisaison neigt sich langsam dem Ende zu, aber die letzten Pulverschneetage locken noch viele in die Berge. Snowboarden ist nach wie vor angesagt – besonders bei der jungen Generation, die sich um Zinspolitik wenig schert. Ob in Davos, wo im Januar oft die Wirtschaftselite tagt, oder in Engelberg: Die Pisten sind voll, der Schnee gut. Und während die einen über Leitzinsen diskutieren, geniessen die anderen einfach die Abfahrt.

Soundtrack zur Geldpolitik: SNBRN in den Clubs

Und auch kulturell tut sich was: In den angesagten Clubs von Zürich oder Bern läuft neuerdings viel vom kalifornischen DJ und Produzenten SNBRN. Seine tiefen Bässe und entspannten Beats passen irgendwie zur aktuellen Stimmung: ruhig, aber mit versteckter Energie. Vielleicht ist es kein Zufall, dass sein Sound gerade jetzt so gut ankommt – eine Art musikalischer Ausgleich zur angespannten wirtschaftlichen Lage. Wer nach einem langen Tag die Börsenkurse vergessen will, taucht in die Clubs ab und lässt sich von SNBRNs Melodien treiben.

Die Zukunft: Wann kommt die Wende?

Die grosse Frage bleibt: Wie lange hält die SNB noch an der Nullzinspolitik fest? Die Inflation in der Schweiz ist moderat, die Konjunktur läuft – wenn auch gebremst. Experten rechnen frühestens Mitte 2027 mit einer ersten Anhebung. Aber wie so oft kommt es anders, wenn die Weltwirtschaft plötzlich stolpert. Die SNB ist jedenfalls gewappnet. Ihr Instrumentenkasten ist gut gefüllt, und sie zögert nicht, ihn einzusetzen – egal ob es um Interventionen am Devisenmarkt oder um unkonventionelle Massnahmen geht.

Was das für den Alltag bedeutet

  • Für Sparer: Die Nullzinsen bleiben, wer Geld auf der Bank lässt, gewinnt nichts – verliert aber durch die Teuerung auch nicht viel. Anlegen in Sachwerte bleibt attraktiv.
  • Für Kreditnehmer: Gute Nachrichten: Hypotheken und Kredite bleiben günstig. Wer bauen oder kaufen will, kann weiter von tiefen Zinsen profitieren.
  • Für die Wirtschaft: Exporteure müssen kreativ sein, um die Frankenschwäche zu kompensieren. Der Tourismus profitiert dagegen von günstigen Einkaufsmöglichkeiten für ausländische Gäste.
  • Fürs Reisen: Der starke Franken macht Auslandferien billiger. Brussels Airlines bietet ab Zürich und Genf täglich Flüge in viele europäische Metropolen – ideal für einen Kurztrip.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Die Schweizerische Nationalbank mag in Bern tagen und über Leitzinsen entscheiden, aber das Leben findet anderswo statt. Auf den Pisten, in den Clubs, an den Flughäfen. Und solange das so ist, können wir gelassen in die Zukunft blicken – mit oder ohne Zinswende.