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Project Hail Mary – Der Film: Warum Ryan Goslings Sci-Fi-Epos der erste Must-See-Film 2026 ist

Filme ✍️ Jamie Sullivan 🕒 2026-03-21 09:06 🔥 Aufrufe: 2

Gut, ich verfolge die Entertainment-Szene hierzulande schon lange genug, um zu wissen, wann ein Film diese seltene, unübersehbare Begeisterung auslöst. Nicht so ein Hype, der nur von einem aufregenden Trailer kommt, sondern echte Mundpropaganda, die sich schon Wochen vor dem Start breitmacht. Und glaubt mir: Project Hail Mary ist so ein Fall. Die Sci-Fi-Adaption mit Ryan Gosling in der Hauptrolle ist endlich in den österreichischen Kinos gestartet (seit 19. März zu sehen), und wenn man sich das Gerede aus den ersten Vorstellungen anhört, erleben wir hier gerade einen echten kulturellen Moment.

Coverbild

Das ist nicht einfach nur ein weiterer Blockbuster. Es ist der erste große Film des Jahres 2026, und ich bin überzeugt, dass er die Messlatte für den Rest des Jahres setzen wird. Basierend auf Andy Weirs brilliantem Roman – ihr wisst schon, dem Typen, der Der Marsianer geschrieben hat – folgt der Film einem einsamen Astronauten (Gosling), der ohne Erinnerung auf einem Raumschiff erwacht und die Aufgabe hat, die Menschheit vor einem sonnenzerstörenden Mikroorganismus zu retten. Klingt schwer, oder? Aber hier kommt der Clou: Es ist auch einer der lustigsten und überraschend herzlichsten Filme, den ich seit Langem gesehen habe.

Warum der Hype um diesen Kinostart in Österreich berechtigt ist

Wir alle wurden schon von überhypten Sci-Fi-Filmen enttäuscht. Ein stylisches Poster, ein mysteriöser Teaser, und dann zweieinhalb Stunden freudloses Herumgeeiere. Das ist hier nicht der Fall. Die Begeisterung hat hierzulande nach der Premiere in Sydney angefangen, und jetzt, wo der Film überall läuft, ist sich die Kritik einig: Das ist das Wahre. Die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller – die verrückten Genies hinter Alles steht Kopf 2 (Anm.: Lego Movie ist in Österreich unter diesem Titel bekannt, für Genauigkeit: "The Lego Movie") – haben etwas Bemerkenswertes geschafft. Sie haben ein Konzept, das sich leicht in theoretischer Physik verlieren könnte, genommen und daraus ein charactergetriebenes Thriller-Abenteuer gemacht.

Was wirklich auffällt, ist, wie sehr der Film seine Umgebung in Szene setzt. Ein großer Teil der Geschichte spielt sich in der unendlichen Stille des Weltraums ab, aber es fühlt sich nie kalt oder steril an. Die Schiffsinterieurs haben eine haptische, fast klaustrophobische Qualität, die einen das Gefühl vermittelt, direkt dort mit Goslings Figur Ryland Grace zu sein. Und ein großes Lob geht an unseren Greig Fraser, den in Melbourne geborenen Kameramann, der Dune und The Batman gedreht hat. Seine Handschrift ist in der Bildsprache von Project Hail Mary überall zu erkennen. Wie er die Isolation, die Dimensionen und die blanke Angst einfängt, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt zu sein – das ist nächste Ebene. Er wird gerade zu einem der gefragtesten Kameraleute in Hollywood, und dieser Film ist nur eine weitere Erinnerung daran, warum.

Die Geheimwaffe: Es geht um Verbindung

Man muss es Gosling lassen. Der Mann weiß, wie man Projekte auswählt. Er trägt diesen Film komplett auf seinen Schultern, und während er die ganze schwere Arbeit als Wissenschaftler macht, der ein unmögliches Problem lösen muss, passiert die eigentliche Magie, wenn er nicht allein ist. Ich werde es nicht verraten für diejenigen, die das Buch nicht kennen – und geht ehrlich gesagt so unvoreingenommen wie möglich hinein – aber die Beziehung, die sich zwischen Grace und einer anderen Figur entwickelt, ist die absolute Seele des Films.

In diesen Momenten überwindet Project Hail Mary die üblichen Genre-Grenzen. Wir sind es so gewohnt, dass Geschichten über den Erstkontakt von Konflikt oder Angst handeln. Dieser Film wagt es zu fragen: Was, wenn es um Kooperation geht? Um Gemeinsamkeiten mit etwas völlig Fremdem zu finden? Es ist dieser Optimismus, diese beharrliche Weigerung aufzugeben, der hier beim Publikum so tiefe Resonanz findet. In einer Welt, die sich manchmal etwas chaotisch anfühlt, ist es überraschend befreiend, zwei Wesen aus unterschiedlichsten Enden des Universums dabei zu beobachten, wie sie herausfinden, zusammenzuarbeiten.

Drei Gründe, warum ihr ihn auf der großen Leinwand sehen müsst

Wenn ihr darüber nachdenkt, auf Streaming zu warten: Lasst es. Das ist ein Kinoerlebnis, ganz einfach. Hier ist warum:

  • Das Sounddesign: Das Audio-Team hat eine Klanglandschaft geschaffen, die wirklich mitreißend ist. Ihr hört das Knarzen der Hülle, das Summen der Triebwerke und die Stille auf eine Art und Weise, die ein Heimkinosystem nicht reproduzieren kann.
  • Greig Frasers Bilder: Wie bereits erwähnt, ist die Kameraarbeit spektakulär. Die Aufnahmen des Schiffs vor der tiefschwarzen Leinwand des Weltalls, wie das Licht mit den Materialien spielt – das ist Kunst. Das verlangt nach der größtmöglichen Leinwand.
  • Die emotionale Auflösung: Das ist ein Film, der sich sein Ende verdient. Wenn der Abspann läuft, wollt ihr einen Moment sitzen bleiben. Dieses gemeinschaftliche Erlebnis, das Lachen und Staunen in einem vollen Kinosaal zu hören, ist Teil dessen, was es so besonders macht.

Also, wenn ihr dieses Wochenende jemanden ins Kino schleppen wollt oder eine gute Ausrede braucht, um der anhaltenden Luftfeuchtigkeit zu entfliehen, dann ist das der Film. Der Project Hail Mary Film ist nicht nur eine großartige Adaption; er ist eine Erinnerung daran, was Kino am besten kann. Er bringt uns an unmögliche Orte, zeigt uns eine Version von uns selbst, wie wir am einfallsreichsten und freundlichsten sind, und schickt uns mit einem Gefühl der Leichtigkeit zurück in die Welt. Nicht verpassen.