Andalusien-Wahl 2026: Juanma Moreno ruft die Wahlen für den 17. Mai aus – und schon macht ein Nachfolger die Runde
Es war kein gewöhnlicher Morgen im Palacio de San Telmo. Der Präsident der Regionalregierung, Juanma Moreno, hat mit der offiziellen Ausrufung der Wahlen in Andalusien für den kommenden 17. Mai die politische Landkarte Andalusiens neu gemischt. Die Nachricht, auf die man in den letzten Wochen mit einer gewissen Spannung gewartet hatte, kam für einige Kreise wie ein Schlag ins Kontor, während anderen der Hauch des Wahlkampfs schon in der Nase lag. Nach einer Legislaturperiode mit Höhen und Tiefen hat Moreno beschlossen, das Tempo zu erhöhen und einen Termin für den Urnengang festzulegen. Es ist der Schachzug des erfahrenen andalusischen Politikers, der den gegenwärtigen Moment nutzen will, bevor ihn der natürliche Verschleiß der Regierung einholt.
Für alle, die noch nicht so genau Bescheid wissen, muss eines klar sein: Das hier ist keine Generalprobe. Wir sprechen von der bevölkerungsreichsten Region Spaniens, einer historischen Hochburg, die schon immer der Gradmesser für die nationale Politik war. Wenn ihr also für dieses Wochenende Pläne geschmiedet habt, solltet ihr sie jetzt schon mal aus dem Kalender streichen. Und wenn ihr zu denen gehört, die einen Leitfaden für die Wahlen in Andalusien brauchen, um den Überblick zu behalten, verrate ich euch die wichtigsten Punkte. Das Auflösungsdekret ist bereits auf dem Weg, was bedeutet, dass die Parteien mächtig unter Druck stehen. In weniger als zwei Monaten, am 17. Mai, werden die 109 Abgeordneten des andalusischen Parlaments gewählt. Nicht mehr und nicht weniger.
Morenos Vorgehen ist ein kalkuliertes Risiko vom Feinsten. So wie ich das in den letzten Monaten verfolgt habe, hat der Präsident schon länger die Motoren warmlaufen lassen. Es ist kein Zufall, dass die Wahl jetzt genau im März ausgerufen wird. Die Auswertung der letzten internen Umfragen, die zwar niemand zeigt, aber die jeder kennt, musste wohl ergeben haben, dass die PP ihre Ergebnisse bestätigen oder sogar verbessern kann. Aber Vorsicht, hier wird nicht nur über den Präsidenten abgestimmt. Das ist ein vollständiger Rückblick auf die andalusischen Wahlen: Es geht nicht nur um die Regionalregierung, sondern auch um das Kräftemessen zwischen Moncloa und der Rechten. Wenn die PP in Andalusien stark auftritt, wird sie zum Rammbock gegen Pedro Sánchez. Sollten die Sozialisten hingegen Boden gutmachen, selbst um nur zweite Kraft zu werden, würde sich die nationale politische Landkarte um 180 Grad drehen.
Wie Sie bei dieser Wahl Ihre Stimme nutzen – Eine kleine Gebrauchsanweisung
Okay, wir wissen jetzt, wann gewählt wird. Aber wie läuft das Ganze ab? Wenn Sie aus Andalusien kommen oder schon lange hier leben, wissen Sie, dass der Ablauf fast heilig ist. Aber falls es Ihr erstes Mal ist oder Sie es auffrischen wollen, weil Sie schon länger nicht mehr gewählt haben, erkläre ich Ihnen, wie Sie die Wahlen in Andalusien für sich nutzen können. Ich meine damit nicht, wen Sie wählen sollen – das ist Ihre Sache –, sondern die praktischen Schritte, damit Sie am 17. Mai nicht in die Bredouille geraten.
- Wählerverzeichnis prüfen: Ab dem 7. April liegen die offiziellen Listen in den Rathäusern und im Internet auf. Stellen Sie sicher, dass Sie in Ihrem gewohnten Wahllokal aufgeführt sind. Falls nicht, müssen Sie rechtzeitig Einspruch erheben.
- Briefwahl: Wenn Sie planen, an dem Wochenende aus der Stadt zu fliehen (was ich Ihnen nicht verdenken kann), beginnt die Antragsfrist für die Briefwahl nächste Woche. Aber beeilen Sie sich, sonst stehen Sie ewig in der Schlange bei der Post.
- Informieren Sie sich – aber mit Bedacht: Desinformation ist an der Tagesordnung. Suchen Sie nach vertrauenswürdigen Quellen. Nicht jeder WhatsApp-Kettenbrief ist vertrauenswürdig. In den sozialen Netzwerken werden Sie alles Mögliche sehen, von alten Videos, die als neu ausgegeben werden, bis hin zu Umfragen, die im Hinterzimmer gedeckelt wurden. Seien Sie vorsichtig.
- Der Wahltag der Besinnung: Am Samstag, den 16. Mai, ist Ruhe. Keine weiteren Kundgebungen, keine Wahlwerbung im Briefkasten. Das ist der Tag zum Nachdenken und, wenn Sie mögen, um an den Strand zu gehen und den Kopf freizubekommen.
Die Devise ist klar: Juanma Moreno strebt mit allen Mitteln die Wiederwahl an. Aber die Sache hat noch mehr Ebenen. Ich habe die andalusische Politik zu lange verfolgt, um nicht auf die Details zu achten. Der Präsident hat die Wahlen im Alleingang ausgerufen, ohne seine bevorzugten Partner zu informieren. Diese Einsamkeit bei der Ankündigung sagt einiges aus. Und was mich am meisten fasziniert: Wie innerhalb weniger Stunden in den Gängen des Parlaments bereits der Name dessen herumgereicht wird, der seinen Platz einnehmen könnte, wenn die Dinge schiefgehen (oder auch, wenn sie gut laufen und er den Sprung nach Madrid wagt). Die andalusische Politik ist eben nie langweilig.
Für uns im Tagesgeschäft ist diese vorgezogene Wahl ein vergiftetes Geschenk. Wir Journalisten haben bereits Urlaub für Mai beantragt – nur um ihn wieder absagen zu müssen. Aber abgesehen von unserem Berufsstand ist das Wichtigste, dass jetzt die Bürger das Wort haben. Bei diesen Wahlen in Andalusien geht es nicht nur darum, wer die Regionalregierung stellt. Es geht darum, ob sich der nationale Trend verfestigt oder ob die PSOE in ihrer historischen Wählerhochburg wieder den Anschluss schaffen kann. Der 17. Mai ist dick im Kalender angestrichen. Sie können jetzt schon überlegen, ob Sie mit demselben Steuermann weitermachen oder lieber den Kurs wechseln möchten. Der offizielle Wahlkampf beginnt in weniger als einem Monat, aber der unsichtbare, schmutzige Kampf hat an diesem Morgen bereits begonnen.
Also, wenn Sie jemand fragt, wie es mit den Wahlen in Andalusien aussieht, können Sie ihm jetzt sagen, dass Sie den ultimativen Leitfaden parat haben. Jetzt heißt es warten auf die Plakate, die Versprechungen, die Kundgebungen und vor allem die große Unbekannte: Wie viele Unentschlossene werden in einer Region, die es immer wieder versteht, zu überraschen, das Zünglein an der Waage sein?