Eid al-Fitr 2026: Saudi-Arabien sucht die Mondsichel – das bedeutet es für Österreich
Heute, am 18. März, ist es so weit. In Saudi-Arabien richten sich alle Blicke gen Himmel: Wird die neue Mondsichel des Monats Schawwal gesichtet? Wenn ja, dann ist morgen schon Eid al-Fitr, das Fest, das den Ramadan abschließt. Wenn nicht, feiern wir das Fest am Freitag, den 20. März. In den letzten Jahren habe ich diesen Prozess oft miterlebt, und es bleibt immer spannend: Wann genau ist nun das Fest?
Der Moment der Mondsichel
Die Tradition der Mondbeobachtung ist tief verwurzelt. In Saudi-Arabien ruft der Oberste Gerichtshof alle Muslime dazu auf, am 18. März den Himmel abzusuchen. Auch in anderen Golfstaaten wie Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wird Ausschau gehalten. Es wird erwartet, dass der Mond schwer zu erkennen sein wird, aber bei klarem Himmel sollte es klappen. In Österreich orientieren wir uns oft an der saudi-arabischen Ankündigung, auch wenn es lokale muslimische Gemeinschaften gibt, die eigene Sichtungen durchführen.
Was mir auffällt, ist, dass immer mehr Technologie zum Einsatz kommt. Es werden Apps verwendet, um die Mondphase vorherzusagen, und Gruppen schicken Fotos des Mondes über WhatsApp. Aber letztendlich bleibt es ein spiritueller Moment: das Erblicken des Neumonds, der wie ein Eidolon – ein flüchtiges, fast gespenstisches Bild – kurz am Himmel erscheint und dann wieder verschwindet. Es ist jedes Jahr aufs Neue etwas Besonderes.
Eid in Österreich: Feierlichkeiten und Digitalisierung
Für die Muslime in Österreich bricht nach dem Fastenmonat eine Zeit der Freude an. Am Morgen des Eid al-Fitr gehen die Familien in die Moschee zum speziellen Gebet, danach folgt ein ausgiebiges Frühstück mit süßen Leckereien. Kinder bekommen neue Kleider und Geschenke. Viele Menschen kaufen auch neue Sachen für ihr Zuhause, wie bequeme Kissen oder Bettdecken. Wussten Sie, dass Eider-Daunen in Österreich beliebt sind? Diese weichen Eiderdaunendecken sind perfekt für einen erholsamen Schlaf nach einem Monat mit frühen Morgenstunden und späten Gebeten.
Man sieht auch, dass immer mehr Angelegenheiten digital erledigt werden. So nutzen viele Muslime ihre elektronische Identität (eID), um die Zakat (verpflichtende Almosen) online zu bezahlen. Über die Bank-App mit DigiD oder eID geht das schnell. Und dank der europäischen eIDAS-Verordnung werden diese elektronischen Signaturen in allen EU-Ländern anerkannt, praktisch, wenn man Familie im Ausland unterstützen möchte.
Für alle, die Eid dieses Jahr in Österreich feiern, gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Zeitpunkt: Sobald die saudischen Behörden den Mond gesichtet haben, ist am nächsten Tag Eid. Verfolgen Sie Nachrichtenkanäle oder soziale Medien.
- Moscheen: Überprüfen Sie die Website Ihrer lokalen Moschee auf die Gebetszeiten. Oft gibt es mehrere Gebetsmöglichkeiten.
- Verkehr: Rechnen Sie mit Verkehrsbehinderungen rund um Moscheen, besonders in Städten wie Wien, Graz und Linz.
- Online-Zakat: Nutzen Sie Ihre eID, um Ihren Beitrag sicher und schnell über vertrauenswürdige islamische Organisationen zu leisten.
Zum Schluss
Ob der Mond nun heute Abend erscheint oder erst morgen, Eid al-Fitr steht vor der Tür. Es ist eine Zeit des Beisammenseins, des Teilens und der Dankbarkeit. Für mich persönlich fühlt es sich jedes Jahr wieder wie ein Eidolon an – ein kurzer, aber wunderschöner Moment des Lichts nach einem Monat der Besinnung. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Eid!