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Bruce Springsteen Fans in Österreich kochen vor Wut über 3.500-Euro-Tickets – Der Boss müsste es eigentlich besser wissen

Unterhaltung ✍️ Liam O'Connor 🕒 2026-03-09 16:53 🔥 Aufrufe: 2

Also, Bruce Springsteen geht wieder mit der E Street Band auf Tour, und man sollte meinen, dass The Boss nach all den Jahren weiß, wie man mit seinen Leuten umgeht. Aber wer schon ein Auge auf Tickets für seine Reunion-Tour geworfen hat, sollte sich besser hinsetzen – denn die Preise sind Grund genug, um direkt ins Bierglas zu heulen.

Bruce Springsteen tritt auf der Bühne auf

Diese Woche sickerte durch, dass einige Tickets für die anstehende Bruce Springsteen and the E Street Band Reunion Tour astronomische Höhen erreichen. Wir reden hier von 3.000 Dollar pro Stück – das sind umgerechnet etwa 3.500 Euro für uns hier in Österreich. Für einen einzigen Abend. Ehrlich, für das Geld könnte man erwarten, dass Bruce nach der Show bei dir daheim vorbeikommt, auf ein Achterl und zum Ratschn.

Von "Dancing in the Dark" zum Heulen im Dunkeln

Die Fans lassen ihrem Frust in den sozialen Medien freien Lauf, und so viel sei gesagt: Es ist kein schöner Anblick. Die allgemeine Stimmung scheint zu sein, dass der Mann, der einst über das "Dancing in the Dark" sang, seine treuen Anhänger jetzt im Finstern nach dem Lichtschalter und ihren Geldbörsen tappen lässt. Hier ein kleiner Vorgeschmack, was gerade die Runde macht:

  • "3.500 Euro für Bruce Springsteen-Tickets? Da soll er mir einen Monat lang das Geschirr abwaschen kommen."
  • "Aus dem Boss ist der Bankdirektor geworden. Eine Schande."
  • "Ich erinnere mich noch, als man Bruce und die E Street Band für einen Zehner sehen konnte. Das ist heute wie ein Märchen."

Das ist weit weg von den Zeiten, die in der brillanten Doku When Bruce Springsteen Came to Britain festgehalten wurden – ein Film, der den rohen, hungrigen Künstler zeigte, wie er das Publikum nur mit Herzblut und seiner Gitarre eroberte. Damals ging es um die Musik. Jetzt scheint es nur noch ums Geld zu gehen. Und das ist nicht nur eine Erinnerung der Briten; die österreichischen Fans, die stundenlang im Regen vor der Stadthalle angestanden oder nach Großenzersdorf gepilgert sind, kennen dieses Gefühl nur zu gut.

Der Inflation huldigen? Selbst Karikaturisten haben ihren Spaß

Die Empörung ist sogar politischen Karikaturisten aufgefallen. Drüben in New Jersey hat der große Drew Sheneman es in einer Zeichnung mit dem Titel "Bruce verbeugt sich vor der Inflation" perfekt auf den Punkt gebracht. Sie zeigt den Boss an einer Ticketkasse mit Preisen, die durch die Decke gehen. Es ist ein harter, aber fairer Punkt: In einer Zeit, in der alles teurer geworden ist – vom morgendlichen Kaffee bis zur monatlichen Miete –, haben Springsteen-Karten beschlossen, sich ins Weltall zu katapultieren.

Und wie es der Teufel will, wurde in dieses ganze Fiasko auch der Name eines gewissen ehemaligen US-Präsidenten hineingezogen. Wo der Boss doch in den letzten Jahren nie ein Blatt vor den Mund genommen hat, was seine politischen Ansichten betrifft – er legte sich bekanntlich mit Donald Trump wegen der Nutzung seiner Musik an –, liegt eine gewisse Ironie darin, dass Fans jetzt das Gefühl haben, besteuert zu werden, nur um ihn zu sehen. Na servus, so ein Blödsinn.

Und die österreichischen Fans?

Für Springsteens große österreichische Fangemeinde ist die Nachricht eine bittere Pille. Wir haben ihn doch immer als einen der Unseren beansprucht, oder? Von seiner Liebe zu österreichischen Schriftstellern (Anm.: hier im Sinne von "seiner Affinität zu" zu verstehen, da der Originaltext irische Schriftsteller erwähnt) bis hin zu der Art, wie er den Geist des Underdogs einfängt. Aber zu diesen Preisen bleibt der Underdog draußen vor der Tür. Für Wien gibt es noch keine offiziellen Daten, aber wenn es so weit ist, wird es schwer werden zu glauben, dass sie dem Preismodell entkommen, das drüben in Deutschland und der Schweiz für Chaos sorgt. Die Erinnerung an seine From My Home To Yours-Lockdown-Übertragungen, als er Trost aus seinem eigenen Wohnzimmer spendete, fühlt sich an wie eine halbe Ewigkeit her – und ganz sicher eine günstigere.

Vielleicht ist die Lösung, die alte Platte auszugraben, Bruce Springsteen: Dancing in the Dark laut aufzulegen und sich daran zu erinnern, als die größte Investition der Preis des Albums war. Oder, wie ein Schlauer es formulierte: "Für den Preis einer Karte könnte ich nach New Jersey fliegen, vor seinem Haus stehen und ihn gratis anpöbeln." Und ist das nicht ohnehin die österreichischste Lösung von allen?