Mickey Rourke aus seiner L.A.-Wohnung geworfen: Aufstieg, Fall und die seltsamen Wendungen eines Hollywood-Bösewichts
Die Nachricht traf diese Woche wie ein Schock für alle ein, die die 80er überlebt haben: Mickey Rourke wurde aus seiner Wohnung in Los Angeles geworfen. Das Gericht zog einen Schlussstrich unter seinen Mietvertrag, nachdem er satte 60.000 Dollar Mietrückstand angehäuft hatte. Und als ob das nicht genug wäre: Er lehnte auch noch eine Spende von 100.000 Dollar eines Fans ab, der seine Schulden begleichen wollte. Nur Mickey Rourke kann so eine Geschichte haben.
Von Sexsymbol zum vergessenen Mieter
In den 80ern war Rourke der Bad Boy, mit dem jeder Regisseur arbeiten wollte und den jede Frau heimlich ansah. Mit seinen Lederjacken, der Dauerwelle und dieser Ausstrahlung eines bösen Jungen war er der König des Arthouse-Kinos. Filme wie Diner, Rumble Fish und 9½ Wochen machten ihn weltberühmt. Aber Hollywood ist eine hart Stadt, und Rourke tauschte das Filmset gegen den Boxring. Sein Gesicht wurde von seinen eigenen Fäusten eingeholt, und die Rollen blieben aus.
Die Lederjacke, die nie aus der Mode kommt
Was bleibt hängen? Dieser ikonische Stil. Diese schwarz-orangenen Motorradjacken, die er in Barfly und The Pope of Greenwich Village trug, sind immer noch ein Hit. Man sieht sie in Kollektionen von Marken wie Aksah Fashion, die eine Herren HDDM Mickey Rourke Biker Kuh Lederjacke im Sortiment haben – orange und schwarz, genau wie der Mann selbst. Als ob jeder Vierziger insgeheim immer noch hofft, er könne genauso cool sein wie Mickey im Jahr 1986.
DVDs, Poster und Zigaretten
Rourke machte weiter Filme, auch wenn es nicht alles Blockbuster waren. Nehmen wir The Last Outlaw aus dem Jahr 2003, eine DVD, die heute noch in den Restekisten von MediaMarkt liegt. Er spielt darin einen außer Kontrolle geratenen Kriminellen – Typecasting, könnte man sagen. Sammler wissen ihn noch zu finden: Auf KUNSTKOPIE.NL hängt ein Poster von David Studwell mit Rourke in voller Pracht, und Posterazzi hat noch ein Exemplar im Format 24 x 30, auf dem er eine Zigarette raucht. Dieser Blick, diese Haltung – es bleibt faszinierend.
Ein Comeback, das fast gelang
2008 schien sich das Blatt zu wenden. Mit The Wrestler bewies Rourke, dass er immer noch schauspielern konnte. Eine Oscar-Nominierung, stehende Ovationen, und alle dachten: Er ist zurück. Aber Rourke wäre nicht Rourke, wenn er nicht wieder fallen würde. Er entschied sich für seltsame Rollen, stritt sich mit Regisseuren und verschwand erneut in der Versenkung. Bis zu dieser Woche also, als der Gerichtsvollzieher vor seiner Tür stand.
Warum wir ihn trotzdem lieben
Vielleicht ist es genau dieses Chaos. In einer Welt von durchgeplanten Stars bleibt Rourke das unbeschriebene Blatt. Er ist nicht käuflich, nicht zähmbar und offenbar auch nicht zu retten. Selbst als ein unbekannter Wohltäter seine Mietrückstände begleichen wollte, lehnte er ab. "Ich regle das schon selbst", muss er gedacht haben. Typisch Mickey.
- 1980er: Durchbruch mit Diner und Rumble Fish.
- 1990er: Tauscht Filmsets gegen Boxringe.
- 2008: Comeback mit The Wrestler.
- 2026: Wohnungsräumung wegen 60.000 Dollar Mietrückstand.
Ob er jemals auf die Leinwand zurückkehrt? Wer weiß das schon. Aber solange noch Poster von ihm verkauft und seine Lederjacken nachgemacht werden, bleibt Mickey Rourke unsterblich. Auch wenn er jetzt vielleicht vorübergehend auf der Couch eines Freundes wohnt.