Kenichi Matsuyama: Auch 2026 auf Hochtouren! Vom neuesten Film des „Chamäleon-Schauspielers“ bis zu seinem Privatleben – ein ausführlicher Review
Im Moment kann ich den Fernseher nicht ausschalten. „Themis no Futashika na Hōtei“ läuft aktuell jeden Dienstag um 22 Uhr. Richter Seishun Ando, gespielt von Kenichi Matsuyama – dieser einzigartige Rhythmus, diese Art, trotz seiner autistischen und ADHS-bedingten Eigenheiten die Wahrheit zu erkennen – einfach „nicht normal“. Ich bin sicher nicht der einzige Zuschauer, der jede Woche wie gebannt auf den Bildschirm starrt. Die Zufriedenheitsumfragen platzieren die Serie verdient auf Platz 2. Kein Wunder: Matsuyama ist kein Method Actor, der völlig in seiner Rolle verschwindet und die Umgebung ausblendet. Vielmehr spürt er die Atmosphäre am Set am stärksten – genau deshalb kann er dieses realistische Gefühl des „Andersseins“ so glaubwürdig vermitteln.
Moment mal. Aber Matsuyamas Reiz liegt nicht nur in seinen ernsten Auftritten. 2026 erobert dieser Mann die japanische Unterhaltungsbranche mit einem wahnsinnigen „Doppel-Schwert“-Stil. Eigentlich liegt die wahre „Anwendung“ (how to use) des Phänomens Kenichi Matsuyama genau in der Freude an dieser Bandbreite. Hier kommt der ultimative Guide zum Chamäleon-Schauspieler.
Neue Dimension in „Toki Sude ni Osushi⁉“: Wiedersehen mit Hiromi Nagasaku nach 18 Jahren
Das Highlight: die ab April startende, viel diskutierte neue Serie „Toki Sude ni Osushi⁉“. Kenichi Matsuyama spielt darin den verbissenen Ausbilder Umie Oedo an einer Sushi-Akademie. Eine Rolle, die zeigt, wie sehr er die Herausforderung liebt – immerhin ist es bereits seine dritte Serie in den goldenen Prime-Time-Slots.
Seine Partnerin: Hiromi Nagasaku. Ein Wiedersehen nach sage und schreibe 18 Jahren – zuletzt standen sie 2008 für den Film „Don’t Laugh at My Romance“ gemeinsam vor der Kamera. Damals als Schülerin und Lehrer, nun mit vertauschten Rollen – das ist schon bewegend. Vor Drehbeginn kündigte Matsuyama an: „Ich will so richtig loslegen und mich an Nagasaku-sans Vorbild reiben!“ Sein Charakter ist zwar steif, aber am Set wird er wohl wieder seine typische, unschuldige Explosivität entfalten. Die Sushi-Kreationen stammen von „Ginza Onodera“, und Matsuyama soll hart an seiner Grifftechnik geübt haben – die Authentizität seiner handwerklich verbissenen Figur ist garantiert.
Meister des „Andersseins“: Über seinen Schauspielansatz in „Reboot“ und „Themis“
Warum gelingt es Kenichi Matsuyama, so unterschiedliche Rollen völlig nahtlos zu verkörpern? Das hängt eng mit seiner ganz persönlichen „Review“, also einem Wandel seiner Arbeitsphilosophie, zusammen.
Früher lautete sein Motto: „Mit ganzer Hingabe“. Doch seit er geheiratet hat und Vater wurde, hat sich sein Lebensstil verändert. Heute sagt er:
„Ich setze mich bewusst nicht mehr mit ganzer Hingabe ein. Im Moment widme ich der Schauspielerei nur etwa 20 Prozent meiner Zeit.“
Das klingt überraschend, ist aber genau die Quelle seiner heutigen Qualität. Kürzlich sorgte sein Überraschungsauftritt in „Reboot“ für Aufsehen und brachte die Timeline bei X (ehemals Twitter) zum Kochen. Diese eigenartige schwebende Leichtigkeit seiner Figur Saku Hayase – sie entsteht nur durch die Technik des „Loslassens“. Er vertraut nicht seinem eigenen Kopf, sondern lässt sich von der Stimmung am Set und den Partnern treiben. Genau das hat den völlig neuartigen Richter in „Themis no Futashika na Hōtei“ entstehen lassen.
Privater Draufgänger und Internet-Enthusiast? Seine Art, Social Media und Alltag zu genießen
Im Gegensatz zu seiner Wandlungsfähigkeit auf dem Bildschirm ist der echte Kenichi Matsuyama erstaunlich „unverbogen“. Hin und wieder blitzt sein Heimatdialekt aus Aomori auf, und er ist bekannt für seine tiefe Verbundenheit mit der Region. Er lebt nicht in Tokio, sondern pendelt zwischen zwei Wohnsitzen und genießt die Gartenarbeit – irgendwie schon ein bisschen wie ein Einsiedler.
Aber auf X ist er sehr aktiv. Früher hatte er das Gefühl, „als Schauspieler nicht genug von sich selbst zu zeigen“, und startete das Experiment. Seine Posts sind voller eigenwilligem Charme, der selbst seine Fans begeistert.
- Zum Beispiel sagte er ohne Zögern zu, das Buchcover für einen ihm völlig unbekannten Ken Matsudaira zu gestalten – und machte dann daraus einen Gag.
- Oder er führte bei der Pressekonferenz für einen Werbespot spontan den berühmten Gag von Nasu no Yanakishi auf („Drei Sekunden vorher! Vier, fünf ... das darf doch nicht wahr sein!“) und ließ den Saal in schallendes Gelächter ausbrechen.
- Privat engagiert er sich neben dem Betrieb der Upcycling-Marke „momiji“ auch aktiv für nachhaltige Projekte.
Wer diese Einblicke verfolgt, erkennt schnell: Er ist kein naiver „Naturtalent“, sondern ein kluger Kopf, der Unterhaltung auf der Basis von Kalkül und Experimenten erschafft.
Leitfaden für den weiteren „Kenichi Matsuyama“ im Jahr 2026
Nach dieser Lektüre fragst du dich sicher: „Wie kann ich Matsuyama am besten weiterverfolgen?“ Hier eine kleine Orientierung.
Erstens, die Serien. Die aktuelle „Themis no Futashika na Hōtei“ ist ein Muss. Und dann natürlich „Toki Sude ni Osushi⁉“ ab April. Wie wird der verbissene Ausbilder eine Verbindung zur Hauptfigur Minato Machiyama (Hiromi Nagasaku) aufbauen? Allein der Gedanke, Matsuyama dabei zuzusehen, wie sein unbeholfener, handwerksstolzer Mann sich nach und nach verändert, macht die Vorfreude riesig. Zusammen mit der Stabilität des Dienstagabend-Slots wird die Serie garantiert nicht nur bei den Einschaltquoten, sondern auch in der Zufriedenheit ganz vorne mitspielen.
Zweitens, die Werbespots. Im neuen Spot für „All-Free“ fliegt er samt Sofa durch die Luft – surreale Bilder, die ein Gefühl von „Weite“ vermitteln. Gerade weil Matsuyama privat die Upcycling-Marke „momiji“ betreibt und sich für Nachhaltigkeit einsetzt, wirkt die Botschaft „Öffne dein inneres Ventil“ besonders glaubwürdig.
Seine Kunst beschränkt sich nicht auf die Leinwand. Die Fremdartigkeit im Film, der spielerische Umgang in Social Media, die Natürlichkeit im echten Leben – all das vermischt sich heute zu einem Kenichi Matsuyama, der längst nicht mehr mit dem Wort „Charakterdarsteller“ abgetan werden kann. Er ist ein einzigartiger Entertainer. Welches „Gesicht“ er uns 2026 als Nächstes zeigt? Wir bleiben dran.