Spiel 5-Analyse: Warriors vs. Timberwolves – Anthony Edwards führt mit 42 Punkten sein Team zum Sieg und eliminiert die Warriors. Geht eine Ära in der Bay Area zu Ende?
Freunde des gepflegten Basketballs, wer dieses Spiel verpasst hat, der hat wirklich etwas verpasst! Das fünfte Duell zwischen den Golden State Warriors und den Minnesota Timberwolves war eine epische Schlacht, in der es um jeden Zentimeter ging. Aber leider müssen wir der Realität ins Auge sehen: Die Saison der Warriors ist vorbei.
Diese jungen Wilden aus Minnesota haben den Golden State Warriors in ihrer Heimatarena buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen. Mit dem Schlusspfiff steht es 4:1 in der Serie – die Timberwolves haben die Warriors eliminiert. Das war keine gewöhnliche Niederlage; das könnte das Läuten der Glocken für das Ende einer Ära gewesen sein.
Der Mann des Abends war ohne jeden Zweifel "Ant-Man" Anthony Edwards. Vor dem Spiel machte man sich noch Gedanken über seinen Gesundheitszustand, und dann legt er nicht nur auf, sondern spielt wie entfesselt! 42 Punkte, und jeder einzelne traf die Warriors mitten ins Herz. Ob Distanzwürfe von jenseits der Dreierlinie oder donnernde Dunks in der Zone – er hat die gesamte Verteidigung der Warriors im Alleingang auseinandergenommen. Mit diesem Spiel hat er endgültig klargemacht: Die Zukunft in Minnesota, ja vielleicht sogar die Gegenwart im Westen, gehört ihm.
Bei den Warriors hingegen kann man sagen, sie haben gekämpft, so gut sie konnten. Stephen Curry war wie immer zauberhaft, aber allein konnte er das Blatt nicht mehr wenden. Was noch mehr schmerzt: Schon vor dem Spiel gab es schlechte Nachrichten bezüglich Moses Moody und Draymond Green. Moody fiel komplett aus, und obwohl Draymond offiziell im Aufgebot stand, sah jeder Blinde mit Krückstock, dass seine Beweglichkeit und seine defensive Präsenz dem Bombardement von Edwards nicht mehr standhalten konnten. Die älteren Fans erinnern sich, wie Draymond einst die defensive Zone beherrschte, aber Zeit und Verletzungen sind die grössten Feinde eines Athleten.
Woran hat's gelegen? Die drei Hauptgründe für die Niederlage der Warriors
- Defensiver Totalausfall: Edwards konnte völlig freizügig 42 Punkte erzielen. Die ganze Verteidigung wurde von ihm allein auseinandergerissen, was auch den anderen Timberwolves-Spielern unheimlich viel Selbstvertrauen gab.
- Schwäche unter den Körben: Die Langen der Timberwolves haben sich einen Offensiv-Rebound nach dem anderen geschnappt. Die daraus resultierenden Second-Chance-Punkte waren für die Warriors ein einziger Albtraum.
- Bank ohne Strom: Ohne den verlässlichen Punktelieferanten Moody konnte die zweite Garde der Warriors die Offensive überhaupt nicht am Laufen halten. Sobald die Starter eine Pause bekamen, blutete das Team.
- Die Qual der Veteranen: Abgesehen von Curry taten sich die anderen erfahrenen Spieler schwer gegen die jungen, athletischen Gegenspieler und wirkten überfordert.
Was kommt jetzt? Die Kreuzung in der Bay Area
Nun stellt sich die eigentliche Frage: WIE GEHT ES FÜR GOLDEN STATE NACH DEM PLAYOFF-AUS WEITER? Was macht dieses Team, das die Liga das letzte Jahrzehnt dominiert hat? Versucht man einen letzten Umbau rund um Curry? Oder denkt man langsam über einen Neuaufbau nach und setzt die Zukunft auf die jungen Spieler? Draymonds Vertrag, Anpassungen im Trainerstab – jede Entscheidung wird die Zukunft der Bay Area prägen. Das ist nicht einfach nur eine Playoff-Niederlage; das könnte das Geräusch einer sich schliessenden Tür sein.
Doch wie dem auch sei, der Applaus gebührt heute Abend den Timberwolves. Sie haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur ein starkes Team in der Regular Season sind, sondern auch in den Playoffs eine echte Macht. Besonders Anthony Edwards – diese Playoff-Serie war die beste seiner Karriere. Wie weit werden sie noch kommen? Wir dürfen gespannt sein.
Für die Warriors hingegen wird diese Nacht lang. Aber so ist der NBA-Zirkus: Die einen jubeln, die anderen trauern. Wir können jetzt nur abwarten, welches Menü das Management uns im Sommer servieren wird.