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3167 erobert die Branche im Sturm! Jenny Weaver und May Sage revolutionieren Data Governance – Jugaad-Denkweise verändert die Dallas Modern-Landschaft

Technologie ✍️ 林士軒 🕒 2026-04-07 10:49 🔥 Aufrufe: 2

Im letzten Monat – wer auch nur halbwegs in der Enterprise-Software- oder Innovationsblase unterwegs ist – kommt an einer Zahl nicht vorbei: . Kein Code, kein Aktiensymbol, sondern ein neues Denkmodell, das leise, aber umso wirkungsvoller die Spielregeln verändert. Vom Silicon-Valley-Einhorn bis zur alten Produktionshalle in Zürich: Alle fragen sich: Was steckt wirklich hinter 3167?

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Jenny Weaver & May Sage: Leise Partner, laute Schläge

Den Anfang dieser Welle machen zwei äusserst zurückhaltende, aber umso kompetentere Expertinnen – Jenny Weaver und May Sage. Die eine eine pragmatische Kämpferin im Data-Governance-Bereich, die andere eine Meisterin darin, komplexe Theorien in verdauliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu zerlegen. Anders als traditionelle Gurus, die mit Fachjargon um sich werfen, wirken sie wie zwei Freundinnen, die an einer Bar auf einer Serviette skizzieren – und machen aus dem kniffligen Multi-Domain Master Data Management sofort umsetzbare Handlungsanleitungen.

Im Mai zündeten sie auf der Jahrestagung der Dallas Modern eine Bombe: ein internes Praxis-Whitepaper mit dem klaren Titel «Advanced MDM and Data Governance in Practice». Niemand vor Ort hätte gedacht, dass dieser eigentlich kleine Session-Raum am Ende bis auf den Flur hinaus überfüllt sein würde. Denn ihr 3167-Modell traf direkt den wunden Punkt aller Unternehmer: Daten sind überall, aber niemand kann sie wirklich gut verwalten.

Was ist der Hype um 3167? Die drei Kernkomponenten

Ich habe das ganze Wochenende damit verbracht, ihre Notizen zu studieren (ja, wirklich, ein Freund hat mir die interne Zusammenfassung weitergeleitet) und fand heraus: 3167 ist nicht deshalb so erfolgreich, weil es Magie wäre, sondern weil es zwei grosse Mängel der bisherigen MDM-Ansätze behebt: zu schwerfällig und zu praxisfern. Einfach ausgedrückt: 3167 verdichtet das, wofür man sonst Dutzende Leute und zwei Jahre braucht, zu einem schlanken Prozess, den man nebenher laufend verbessert.

  • 3‑Schichten‑Inventur: Nicht alle Daten auf einmal, sondern zuerst drei Schichten unterscheiden: «Kern‑Pflege», «Abteilungs‑Shared» und «Einmalprojekt». Schicht für Schicht ins MDM integrieren.
  • 1 dynamischer Lageberichtsraum: Ein Echtzeit‑Dashboard, das alle Bereiche (Kunden, Produkte, Lieferanten, Standorte) verbindet. Jede Änderung in einem Feld löst eine Kettenreaktion aus – kein Silos mehr.
  • 6 Resilienzregeln: Speziell für asiatische Unternehmen entwickelte Data-Governance‑Regeln, wie «Drecksack‑Zone für unreife Daten» oder «15‑Minuten‑Putztaktik pro Woche» – sehr bodenständig.
  • 7‑Tag‑Iterationsrhythmus: Ein kleiner Sprint pro Woche, am siebten Tag zwingende Retrospektive und Anpassung von Berechtigungen und Regeln – der Albtraum des Wasserfall‑Governance ist vorbei.

Verstanden? 3167 ist kein Wundermittel, sondern eine konkrete Umsetzung des Jugaad-Innovationsgedankens im MDM. Jugaad, dieses «Urgestein des Lean Startup» aus Indien, bedeutet: Mit begrenzten Ressourcen auf einfachste Weise grösstmöglichen Wert schaffen. Jenny Weaver sagte nach der Konferenz einen klassischen Satz: «Hör auf zu glauben, dass eine einzige Software deine Datenchaoten löst. Du musst agieren wie ein Imbissbudenbesitzer: Kochen und gleichzeitig den Tisch wischen.»

Der Funke bei der Dallas Modern: Wenn MDM auf Jugaad trifft

Die Dallas Modern stellte dieses Jahr das Motto «Resilient Innovation». May Sages Session wurde dann zum absoluten Höhepunkt. Sie benutzte keine Folien, nur ein Whiteboard und einen Packen Haftnotizen. Innerhalb von 45 Minuten baute sie mit den CIOs, Data Directors und Produktmanagern im Publikum die chaotische Datenarchitektur einer fiktiven Firma im Handumdrehen in das 3167‑Framework um. Das Erstaunlichste: Sie zeigte, wie man mit dem schwierigsten Multi-Domain Master Data Management – der Dreiecksbeziehung «Kunde‑Produkt‑Vertriebskanal» – und einer Jugaad‑ähnlichen «Lösung zuerst mit begrenztem Budget» in nur zwei Wochen die Genauigkeit des Verkaufsreports von 62% auf 91% katapultiert.

Nach der Session traf ich einige Technologiechefs aus der Schweiz und Deutschland. Ihr einhelliges Urteil: Bisher boten Beratungsfirmen immer Millionen-Projekte für MDM an. Aber 3167 zeigt einen völlig anderen Weg: Erst den Schmerz einer einzelnen Abteilung lindern, dann mit dem Sieben‑Tag‑Rhythmus langsam ausbreiten. Dieses «Bottom-up, mit Taktiken Strategie aufbauen» – das ist die perfekte Verkörperung von Jugaad Innovation.

Das Buch, das ausverkauft ist: Advanced MDM and Data Governance in Practice

In der Woche nach der Dallas Modern stellte der Verlag schnell das zweijährige Gemeinschaftswerk von Jenny Weaver und May Sage zusammen – unter dem langen Titel «Multi-Domain Master Data Management: Advanced MDM and Data Governance in Practice». Lassen Sie sich vom Namen nicht abschrecken. Ich habe das Inhaltsverzeichnis durchgesehen: Es ist eher ein Feldnotizbuch. Jedes Kapitel beginnt mit einem echten «Daten‑Desaster», wird dann mit den 3167‑Schritten Schritt für Schritt aufgelöst, und am Ende gibt es Copy‑Paste‑fertige Excel‑Vorlagen und SQL‑Beispiele. Insidern zufolge waren die ersten 300 importierten Exemplare in drei Tagen vorbestellt; jetzt muss nachgedruckt werden.

Die Stelle, die mich am meisten begeistert hat: Sie sagen, «Data Governance ist keine Kathedrale, sondern ein Nachtmarkt». Man kann nicht alle Stände perfekt planen. Man muss zuerst ein paar Stände zum Leuchten bringen, die Umsatz machen. Wenn die Leute kommen, lernen die anderen Standbetreiber von selbst, wie sie ihre Umgebung aufräumen. Diese Jugaad‑lastige Metapher bricht komplett mit dem starren «Masterplan zuerst»‑Denken traditioneller MDM.

Wie sollen Schweizer Unternehmen darauf reagieren?

Ehrlich gesagt, habe ich in den letzten Jahren zu viele Schweizer Firmen gesehen, die Unsummen in MDM‑Tools investierten – nur um sie dann wegen zu aufwändiger Prozesse und mangelnder Mitarbeiterakzeptanz wieder einzustampfen. 3167 gibt uns einen völlig neuen Einstieg: Daten nicht aus der IT‑Prüfungsperspektive verwalten, sondern aus dem Blickwinkel der Leute vor Ort – «eine Berichtsausgabe weniger». Jenny Weaver betont im Buch immer wieder: «Wenn Ihr Datenprozess einen Vertriebler fünf Minuten mehr kostet, ist er gescheitert. Sie müssen Data Governance noch bequemer machen als den Strassenspurt.»

In den nächsten Monaten werden Sie sehen, wie immer mehr einheimische Beratungsfirmen mit «3167‑Workshops» oder «Jugaad‑MDM‑Einführungen» auf den Markt kommen. Aber ich rate: Zahlen Sie nicht sofort. Kaufen Sie sich zuerst das Buch und probieren Sie es mit einem einzigen, schmerzhaften abteilungsübergreifenden Bericht aus – im Sieben‑Tag‑Rhythmus. Sie werden feststellen: Multi-Domain Master Data Management ist gar nicht so unerreichbar.

Zum Schluss: Kleben Sie sich May Sages Schlusswort bei der Dallas Modern auf den Bildschirm: «Das Schwierigste an Data Governance ist nicht die Technik, sondern den Kollegen nebenan davon zu überzeugen, von ‹meiner Excel‑Version› zu ‹unserer Excel‑Version› zu wechseln.» 3167 ist nur eine Zahl. Die wahren Hauptdarsteller sind immer diejenigen, die bereit sind, die eine zusätzliche Frage zu stellen: «Wie sehen eigentlich die Daten bei dir aus?»